In Linz beginnt‘s
Letztn Herbst håts in Frånz direkt gschreckt,
er håt a Mail vom Reisegger entdeckt.
Den Herrn wird bei uns net a jeda kenna,
er deaf se Låndeskapellmeister nenna.

Er håt uns vo Linz gschickt a Schreiben,
des wird bei uns lång in Erinnerung bleiben.
Wie uns de do drin loben,
håt uns fåst aus de Schlapfn ghobn.
Wir woan ålle gånz aus dem Häuschen,
nix wird’s aus einem Probenpäuschen.

Denn nåch’n Konzert hoasts weiterüben,
damit ma gscheid spün, in Linz drüben.
Ins Brucknerhaus haums uns eingelådn,
do brauchten’s uns net zweimoi frågn.
Dort wo sunst de Profis zum hern san,
is im Mai de Michaelnbacher Musi dran.

Wir haum uns darüber wahnsinnig gfreit,
nur san wir doch ålle gwendliche Leit…
Findn mia uns in da Stådt übahaupt z’recht,
in dem gånzen Stråßengeflecht?

San wir daun endlich im Brucknerhaus dort,
stellen sich uns a paar Frågen vor Ort:
Wo påcken wir unsere Instrumente aus? –
Und wie groß ist die Bühne im Brucknerhaus?
Is des Bier dort eh koa Graus?

Doch egal wås dort ois auf uns zuwakummt,
des Erlebnis steht für uns im Vordergrund.
Einmoi auf der großen Bühne spün,
då wern ma uns sicha besonders fühln.
Des gånze wär für uns daun nu mehr Freid,
waun ma dort seng vü bekannte Leit.
Drum fåhrts mit uns gemeinsam nåch Linz,
denn wie ma so sche sågt:
               IN LINZ BEGINNT’S

Konzertwertung

Im Sommer låss ma s‘Instrument mal ruhn,
åb Herbst gibt’s daun wieder viel zu tun.
Då g’hört ois guad und gründlich gschmiert,
damit‘s wieda einwåndfrei funktioniert.
Und daun wa’s a nu guad,
waunst moi einiblåst und schaust wie’s tuad.
De Rede is natürlich vom Instrument,
oda håt wer an wås anderes denkt?

De Instrumentenpflege håt a sein Sinn,
denn am Plan steht de Konzertwertung drin.
Då hoast‘s daun im Herbst gscheid proben,
weil de Wertungsrichter soin uns jå loben.

So haum ma‘s a letztes Jahr gmåcht,
und de Werter zum Staunen bråcht.
Probt haum ma dafür wirklich g‘scheid,
da Franz håt uns vorbereitet mit vü Freid.
Denn für erm is b‘sonders wichtig,
das net nur de Töne san immer richtig.
Ma soid a de G‘schicht dahinter verstehn,
de wir versuchen mit Musik zu erzähln.

Unglaublich wår daun der Moment,
de Jury håt unser Bemühen dakennt.
Se haum uns dafür an hauf‘n Punkte gebn,
am End‘ san ma sogar de Ållerbesten gwen.

De Freid darüber wår bei uns riesengroß,
im Wirtshaus nochher wår a richtig wås los.
Denn sowas passiert net ålle Tåg,
des wår für uns wås B’sonderes går koa Fråg.
A für unser‘n Kapellmeister wår gwiss:

„Des is des schenste wos ma in mein Musikerleben passiert is“

Fesche Madln ...
Recht sche sans zum ånschaun, de fesch zaumgrichten Fraun, wenns bei da Musi vorn mitmarschiern, und so ålle Blicke auf sich ziagn.
 
Von wem då jetzt de Red is, des woas ma bestimmt scho g’wiss. Und drum wolln ma eich beschreiben, wås Marketenderinnen oiwei so treiben.
 
Mitn Schnapsfassl gengans zu de Leit, darüber håt se nu a jeder gfreit. Oba gfährlich kauns hoit ausgehn, für ålle de z’lång bei erna bleibn stehn. Denn es håt a scho Fälle gebn, am End haum’s de Madln doppelt gsehn.
 
Ma kaun erna oba a fast net wiederstehn, se kinan oan schau den Kopf verdrehn. Und umso mehr, dass da gfålln, desto mehr Runden håst zum zahln. Denn a Marketenderin håt zum Ziel, dass im Schnapsfassl bleibt nimma viel.
 
Des fesche Dirndlkleid, is a so a Såch, recht vü Spazi is då net, des is a Tschoch. Nur einmoi geht‘s zur Anprobe, dann muas imma passen, de Robe. Drum miasn´s a schaun auf erna Figur, dass in Reißverschluss oiwei bringan zua.
 
Wie ma siagt, es is gårnet so oafoch, dass a Marketenderin måcht ihr Såch. In Michaelnbach haum ma då a Glick, mir haum fesche Mescha mit Gschick. Und drum brauch ma uns a net geniern, wenn ma mit da Musi aufmarschiern.

Musiker auf Reisen…
Letzten Sommer haum mas riskiert,
und sogar a in Tirol musiziert.
Eingeladen san ma nämlich woan,
und drum in Haiming ångereist in Schårn.
Da Bürgermeister dort woa voller Freid,
weil kuma san so viel Musileit.

A Musiker auf Reisen hots oba net leicht,
weil de Zeit zum Påcken frei net reicht.
Denn es is går net zum Ausdenga,
wennst wos dahoam losst hänga.
Seins de Stutzen oda da Hut,
fehlns, siagt mas vo da Weiten scho guad.
Weil a Glåtzn oda nockate Wadln,
foin erna glei auf, de Buam und Madln.
Går net zum vorstellen wos daun nu wär,
waun beim ånkema da blåsnkoffer is leer.
Daun vergisst womögli nu de Nåchtpfoad,
des is a Hektik scho bevor ma wegfåhrt...